Thema Jahresbericht
Der Jahresbericht 2025 ist dem Thema "Brücken im Kanton Bern" gewidmet. Die einzelnen Bilder zeigen eine Auswahl von bekannten und weniger bekannten Brücken in den Regionen Oberland, Emmental, Seeland und in der Stadt Bern.
Nydeggbrücke in Bern
Die Nydeggbrücke ist die zweitälteste Brücke der Stadt Bern. Sie wurde 1844 als erste Hochbrücke errichtet, um für Pferdefuhrwerke Steigungen zu vermindern. Der in den 4 Zollhäuschen zu bezahlende Brückenzoll wurde 1853 abgeschafft. Die Spannweite des Hauptbogens gehört mit fast 46 Metern zu den grössten Spannbreiten von Natursteinbrücken.
Obere Schleuse in Thun (Oberland)
Sie wird auch Scherzligschleuse genannt und dient zur Regulierung der Äusseren Aare. Die 1726 erbaute und überdachte Holzbrücke verbindet die Altstadt Thun mit dem Bälliz, das von der inneren und äusseren Aare umrahmt eine Insel bildet.
Kanderviadukt bei Frutigen (Oberland)
Zwei Eisenbahnbrücken überspannen in einer Höhe von rund 28 Metern das Kandertal und die Kander. Der alte, gemauerte Viadukt mit seinen 11 Bögen aus Naturstein wurde 1913 erbaut und gehört zu den meistfotografierten Bauwerken der Lötschberg-Bergstrecke. Der daneben stehende Betonviadukt stammt aus dem Jahr 1982.
Schüssviadukt (Seeland)
Dieser Viadukt ist ein Teilstück der A16, auch "Transjurane" genannt, und führt die Autobahn in der Region Biel über die Taubenlochschlucht. Die Aufnahme zeigt den Blick auf die beiden Autobahnbrücken aus dieser Schlucht. Die parallelen Bogenbrücken wurden um 1973 bis 1974 gebaut.
Aeschau-Brücke im Emmental
Diese Fachwerkbrücke aus dem Jahr 1900 überspannt mit einer Länge von 40,65 Metern die Emme und verbindet die beiden Gemeinden Eggiwil und Signau. Sie ist die einzige klassische Fachwerkbrücke im Emmental und erfüllt ihre Aufgabe auch mit über 100 Jahren immer noch einwandfrei.
Kirchenfeldbrücke in Bern
1881 wurde in London die "Berne Land Company Ltd." gegründet, um das Gebiet des Kirchenfeldes zu erwerben und als Wohnviertel zu entwickeln. Mit dem Bau einer Brücke sollte das Kirchenfeld mit der Altstadt von Bern verbunden werden. Wegen der britischen Finanzierung trug die Brücke den Spitznamen "Englische Brücke", der noch bis Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchlich war. 1901 erhielt die 229 Meter lange Brücke das erste Strassenbahngleis.